Rassegeschichte

Vor rund 250 Jahren lebten in England erstmalig Hunde, die man heute als die Vorfahren des Staffordshire Bullterriers ansieht. Es handelte sich dabei um kleine, bullige Tiere, die vor allem von Bergleuten Mittelenglands gehalten und gezüchtet wurden. Auf engstem Raum in den Arbeitersiedlungen lebten sie mit ihren Haltern und wurden hauptsächlich dafür eingesetzt, die Arbeiterkinder zu bewachen sowie die Ratten zu vernichten.

Wegen seiner Zuständigkeit für die Kinder erhielt der Staffordshire Bullterrier auch den Beinamen „Nanny-Dog“. Aus der Rattenjagd entwickelte sich ein recht blutiger „Sport“ – das „Rattenbeißen“ -, bei dem es darauf ankam, in möglichst kurzer Zeit so viele Ratten wie möglich tot zu beißen. Als erstes Land Europas verbot England 1835 Tierkämpfe – und somit auch diesen „Sport“ -, was die Konzentration auf bestimmte Eigenschaften bei der Zucht auf andere Dinge verlagerte: Familientauglichkeit ist nunmehr hauptsächlich gefragt.

Etwa 100 Jahre später – 1935 – wurde der Staffordshire Bullterrier als eigene Hunderasse anerkannt, und die Eigenschaften Menschen- und Kinderfreundlichkeit sowie Intelligenz stehen bis heute im Vordergrund bei der Zucht. In seinem Heimatland zählt er zu den häufigsten Hunderassen des Landes.